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WebCEF - Bewertung mündlicher Sprachprodukte

WEBCEF ist ein Akronym, also eine Abkürzung von World Wide Web und den Initialwörtern von Common European Framework, dem  Gemeinsamen Europäischen Referenzahmen für Sprachen. WEBCEF versucht, webbasierte Tools für die Evaluation der mündlichen Sprachfertigkeiten zu entwickeln und auszuprobieren.
Der Video über WebCEF unten gründet sich auf die englischsprachige Präsentation von John Osborne, dem französischen Partner von WebCEF. Ich habe seine Präsentation ins Deutsche übertragen und auf Video hingebracht.
Helena Bijnens aus der Universität Leuven in Belgien schickte Euneos, dem Partner des Minerva –Projekts WEBCEF, die Präsentation von John Osborne aus der Universität Savoie Frankreich, die auch Partner desselben Projekts ist. Minerva –Projekte sind Teil des großen Bildungsprogramms Socrates (heute lebenslanges Lernen) der EU.
Worum geht es?
Die Idee von WEBCEF wurde ursprünglich in der 13. Internationalen Deutschlehrertagung  1-6.8.2005 in Graz Österreich initiiert. Dr. Kim Haataja aus Finnland und Dr. Manuela Glaboniat aus Österreich waren die Sprechpartner, mit denen ich über die Möglichkeit eines Projektantrags damals sprach. Leider waren die beiden so beschäftigt, dass sie keine Zeit für WEBCEF finden konnten, obwohl sie Interesse an der Idee hatten. Zum Glück interessierte sich Stevan Verjans aus der Katholischen Universität Leuven an die Idee, dank der Anstrengung  von Ludo Mateusen, den ich um Hilfe bat. Die deutschsprachige Beteiligung  wurde auch sichergestellt, dadurch dass die Technische Universität Dresden sich an WEBCEF anschloss, und von Antje Neuhoff  im Projekt vertreten wird.
Finnland wird in WEBCEF von Aarno Rönkä aus Viikki Normalschule der Universität Helsinki und  von Seppo Tella, Professor der Pädagogischen Fakultät der Universität Helsinki, vertreten. Die beiden Finnen haben eine ganz große Herausforderung in WebCEF gehabt, denn ihr Auftrag war, ein didaktisches Modell zur Evaluation der mündlichen Sprachprodukte im Web aufgrund des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (CEF) zu entwickeln. Die englische Universität war für das sachgemäße Entwickeln der Software-Anwendungen zuständig.
Die Tätigkeiten von WEBCEF sind ganz aktuell, denn das Internet ist mehr und mehr eine globale Plattform für multimediale Produkte und für mündliche Kommunikationen geworden.  Das ist eine große Herausforderung für Lehrer der Fremdsprachen. Man kann den tatsächlichen mündlichen Fokus einer Fremdsprache im Unterricht nicht mehr unter dem Vorwand vermeiden, dass die Lernenden keine Möglichkeiten hätten, sich die Fremdsprache in authentischen Kontakten mit Fremdsprachlern mündlich zu üben. Im Gegenteil, es gibt sogar kostenlose Internet-Anrufe, wobei man soviel plaudern kann wie man will. Und dazu gibt es preiswerte Live Online –Räume, in denen man echtzeitlichen Online -Unterricht in Vielfalt veranstalten kann. Ein solches Tool hat man z.B. in E-Journale integriert, so dass die Lehrer sowohl schriftlichen als auch mündlichen Unterricht mit ihren Schülern in derselben Umgebung treiben können.
Dank WEBCEF  können Lehrer  mündliche Sprachprodukte
und mündliches Können ihrer Schüler in einer webbasierten Umgebung evaluieren. Dafür hat man Web-Tools entwickelt, die schnelle und effektive Evaluation des Sprechens ermöglichen.  Bei zunehmenden  Evaluationen der Lehrer kommt man allmählich zu dem Punkt, wo man Kriterien der Evaluationen von Sprachfertigkeiten in verschiedenen Ländern kritischer betrachten kann als heute. GER an sich garantiert ja nichts. In jedem Land lesen sich die Beschreibungen der im GER definierten Fertigkeiten unterschiedlich,  je nach der nationalen oder sogar lokalen Anpassung. Für gültig können sie in ganz Europa erst dann erklärt werden, nachdem man genug praktische Beispiele von Evaluationen verschiedener Länder hat.  Und dann werden auch die mündlichen Sprachfertigkeiten der Arbeitssuchenden in Europa besser vergleichbar sein. Schriftliches Können wird in Fremdsprachen ziemlich selten vorausgesetzt. Es ist das Sprechen in einer bestimmten Sprache, das man von dem Arbeitssuchenden wünscht.
WEBCEF hat also ganz praktische Konsequenzen. Sprachlehrer, Lehrerfortzubildende, Studenten und alle Sprachlernenden werden sich auf die Ergebnisse dieses Projekts freuen.  Außerdem dass Lehrer ihre Evaluationen mit Kollegen in anderen Ländern vergleichen können, geben die neuen Methoden von WEBCEF den aus- und fortzubildenden Lehrern gute Möglichkeiten, ihre Evaluationsfähigkeiten in einer gemeinschaftlichen Umgebung auszuprobieren, zu üben und weiterzuentwickeln. Alle Sprachlernenden können dort ihre eigenen mündlichen Sprachprodukte einschätzen und mit anderen Lernenden zu vergleichen.
Wie sind die Web-Tools von WEBCEF? Besser selbst sehen und probieren, als lang darüber zu lesen. Deswegen empfehle ich, dass alle interessierten Kollegen  zur Website WEBCEF surfen, um dort mehr darüber zu erfahren. Im Juni 2007 wurde WEBCEF in Inari Lappland, in einer der nördlichsten Schulen in der Europäischen Union vorgestellt. Vom 5-12.6. 2008 wird in Inari der 3. Kurs zum E-Journalismus in Inari wieder stattfinden, und wir freuen uns auf die Möglichkeit, den europäischen Teilnehmern des Kurses aber auch den samischen Kollegen über WEBCEF zu informieren :- ).  Was in Lappland vor sich geht, sollte in Paris oder Rom nicht unbekannt sein, oder?  
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Date created:03/24/08
Last change:03/24/08
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